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Archive for Oktober 2009

Karrierehöhepunkt

Karriere kann ich vergessen. Ich bin kein Typ der sich einschleimt und wie ein Idiot ohne Anerkennung ackert. Falls ich neben dem Beruf noch etwas studiere, würde das ohnehin niemanden interessieren. Jedenfalls nicht bei meinem derzeitigen Arbeitgeber.

Ich würde also 30 Jahre den gleichen Job machen müssen und der einzige Höhepunkt auf den ich mich freuen kann, ist  mit 40 eine Affäre mit einer jüngeren Kollegin zu haben. Einmal…auf einem Betriebsausflug oder der Weihnachtsfeier wenn sowieso alle betrunken sind. Das wird der Höhepunkt meiner Karriere. Traurig oder? Auf der anderen Seite…manche haben noch nicht einmal das.

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Telefondienst

Manche Menschen verstehe ich nicht. Wir Mitarbeiter in der Behörde sitzen förmlich vor unseren Telefonen. Das Gerät steht in Griffweite. Wenn jetzt das Telefon klingelt entstehen drei Szenarien:

1)
Jemand ist anwesend und geht an das Telefon. In dem Fall geht man sofot ans Telefon. Vielleicht läßt man es zwei oder dreimal klingeln um etwas aus der Hand zu legen, aber man geht gleich an den Apparat.

2)
Es ist niemand da. Es wird auch niemand rangehen, weil es ist niemand da. Wirklich! Keiner ist da. Passiert manchmal. Besprechung, Toilette, Kuchen, Kantine, Feierabend…keiner da. Keiner geht ran. Im Ernst…es ist niemand im Büro!

3)
Es ist jemand anwesend möchte aber nicht ans Telefon gehen. Aus welchen Gründen auch immer. Faul, keine Lust, beschäftigt, mieser Tag.

Bei diesen drei Szenarien, macht es dann Sinn das Telefon 20 mal klingeln zu lassen? Warum tun die Antragsteller…Bürger…Kunden ist das moderne Wort…Zwangskunden müßte man sagen….das mit dem Telefon? Warum 20 mal klingeln? Und dann 30 Sekunden später nochmal anrufen und klingeln lassen! Bei Nummer zwei wird sich nichts ändern. Es erscheinen nicht magisch Mitarbeiter im Büro wenn es klingelt. Woher sollen die das auch wissen. Und bei Nummer drei…na so erst recht nicht. Dreimal anrufen oder was.

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Legebatterien.

Wer macht sowas. Wer setzt sich in die Toilettenkabine direkt neben jemand anderem? Das ist doch widerlich. Durch die riesigen Lücken am Boden und die dünnen Wände hat man doch sowieso kaum Privatsphäre. Können die Leute nicht einfach eine Etage höher gehen, oder tiefer, oder einen Flur weiter?

Ich muß mich irgendwie bei dem Mitarbeiter beliebt machen, der die Dienstausweise betreut. Dann könnte ich meinen Ausweis für die Behindertentoilette freischalten lassen. Die Dinger sind mit Kartenleser…wie beim Geldautautoamtenraum der Bank. Dann hätte ich eine eigene Toilette. Ein Traum. Und Behinderte…also Rollstuhlfahrer oder andere körperlich beinträchtigte/geforderte Menschen sehe bei uns sowieso nie. Von den normalen „Behinderten“….ist ja immerhin eine Behörde….die können die sanitären Legebatterien benutzen. Ich nehme das chipkartengeschützte Privat-WC.

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Penisbilder

Manchmal überlege ich mir wie es wäre, einfach mal ein Penisbild in einem Rahmen auf meinen Schreibtisch zu stellen. Eine schöne Nahaufnahme eines durchschnittlichen Penis mit krauser Intimbehaarung und Bauchansatz. Was würden die Kollegen sagen? Würde überhaupt jemand reagieren? Ich denke, die meisten Leute würden vielleicht irritiert schauen aber sich nicht trauen zu fragen, was das Penisbild auf meinem Schreibtisch soll. Einige spekulieren dann sicherlich ob es sich um meinen Penis handelt? Oder den meines Freundes? Oder ob ich überhaupt schwul sei? Und wer die komische Frau ist, dich mich manchmal abholt?

Möglicherweise kommen dann weniger Kollegen in mein Büro. Das wäre die Sache schon wert. Mehr Ruhe. Es reicht ja schon sieben Stunden und 48 Minuten zuzüglich 30 Minuten Kantinenpause von zu Hause weg sein zu müssen, keinen Grund sich noch zusätzlichen Stress durch unnötige Sozialkontakte zu machen. Mal schauen….so ein Penisbild auf dem Schreibtisch würde den Büroalltag sicher auflockern…und hoffentlich auf Kosten anderer.

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